hr2-Kulturgespräch

An Unsympathen und schrägen Typen mangelt es nicht in Molières Stücken – "De Deibel in Gestalt" nennt etwa die hessische Übersetzung eine seiner bekanntesten Schöpfungen, den "Tartüff" im Untertitel. Auch wenn man es lieber nicht wahrhaben will – etwas ertappt wird sich bei seinen Stücken wohl fast jeder fühlen. Dass diese Wahrheit nicht immer gern gehört wird, hat Molière oft genug erfahren müssen. Aber gerade deshalb werden seine Stücke immer noch gerne gespielt und übertragen: Auch 400 Jahre nach seiner Geburt ist Molière immer noch ebenso beliebt wie aktuell. Michael Quast, der als Schauspieler immer wieder in die skurrilen, manchmal nur zu treffenden Figuren Molières geschlüpft ist, erzählt in hr2-kultur, wie die Komödie die Wahrheit auch denen zu Gehör bringen kann, die sie lieber nicht hören wollen, aber wo vielleicht das Lachen auch an seine Grenzen stößt.

Sendung: hr2-kultur, "Am Nachmittag", 14.01.2022, 17:15 Uhr