Diskussion Textland. Made in Germany 2019

"Wer sich der eignen verschütteten Vergangenheit zu nähern trachtet, muß sich verhalten wie ein Mann, der gräbt", schrieb einst Walter Benjamin. Unter diesem Motto stand dieses Mal das Literaturfestival "Textland. Made in Germany". Wonach graben wir in unseren Erinnerungen? Was erzählen wir eigentlich, wenn wir uns erinnern? Und was hat dies überhaupt mit Identität zu tun, sei es die eigene, die kollektive, die nationale oder gar internationale, die kulturelle oder die geschichtliche?

Eine Podiumsdiskussion näherte sich diesen Fragen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Unter den Teilnehmenden waren die Schriftstellerin und Historikerin Verena Boos, die sich in ihren Büchern mit der Vergangenheitsaufarbeitung in Spanien und der Frage nach dem Erinnern beschäftigt und Doron Rabinovici, der in seinen Werken der Opfer vergangener Katastrophen gedenkt. Die griechischstämmige Soziologin Irini Siouti sprach über Migration und Biographieforschung und Senthuran Varatharajah über die Zerstörung von Identitäten durch Gewalt.

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