Clemens J. Setz

Mit dem Österreicher Clemens J. Setz gewinnt in diesem Jahr ein Autor, der nicht in das übliche Schema passt. Denn der 1982 Geborene ist der erste Schriftsteller in seinen Dreißigern, der seit Peter Handke Anfang der 70er den prestigeträchtigen Preis erhalten hat. Zudem gelten seine Romane und Erzählungen als eigenwillig, mitunter auch verstörend und drastisch, aber immer mit einem großen Wissen gesättigt.

"Mit Clemens J. Setz zeichnet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung einen Sprachkünstler aus, der mit seinen Romanen und Erzählungen immer wieder menschliche Grenzbereiche erkundet", teilte die Jury zur Begründung mit.

Die Laudatio hält Ijoma Mangold und Clemens J. Setz hält seine Dankrede. Wir senden einen gekürzten Mitschnitt der Veranstaltung am 6. November.  

Der Georg-Büchner-Preis feiert in diesem Jahr sein 70. Jubiläum. Denn die Akademie vergibt die Auszeichnung bereits seit 1951 an Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in deutscher Sprache schreiben. Zu den Preisträgern gehören u.a. Max Frisch (1958), Günter Grass (1965) und Heinrich Böll (1967) sowie in den letzten Jahren Marcel Beyer, Jan Wagner, Terézia Mora, Lukas Bärfuss. Im vergangenen Jahr wurde die Lyrikerin und Dichterin Elke Erb für ihr literarisches Lebenswerk ausgezeichnet.
In einem Kurzbeitrag blicken wir auf die lange Geschichte dieses Preises.

Sendung: hr2-kultur, "Literaturland Hessen", 14.11.2021, 12:04 Uhr;
Wiederholung am 20.11.2021, 18:04 Uhr