Matthias Flügge, Rektor der Hochschule für Bildende Künste Dresden

Klaus Staeck, Grafiker und Ehrenpräsident der Akademie der Künste und die beiden Kunsthistoriker Matthias Flügge und Wulf Herzogenrath haben sich mit einer Protesterklärung aus der russischen Kunstszene gegen den Angriff auf die Ukraine solidarisiert: "Der Krieg, mit dem Russland die Ukraine überfallen hat, vernichtet bereits zahlreiche Menschenleben, zudem droht er auch die reichen und oft schwierigen russisch-deutschen Kulturbeziehungen auf lange Zeit zu schädigen."

Unterstützt werde die Erklärung der russischen Kunstszene, die vom Moskauer Kurator Andrej Jerofejew initiiert wurde. "Sie wie alle Bürger Russlands, die den Mut zum Protest haben, brauchen die internationale Aufmerksamkeit, damit ihr Leben geschützt wird", hieß es in Berlin. In der Erklärung wird auch der sofortige Rücktritt des russischen Präsidenten Wladimir Putin gefordert. "Geht Putin, hört der Krieg auf. Bleibt Putin, geht die Abschlachterei weiter", heißt es im Aufruf.

Der Moskauer Kunsthistoriker und Kurator Andrej Jerofejew war 2010 zu Gast in der Berliner Akademie der Künste. Dabei schilderte er Zensur und Kunst in Russland. Die Akademie protestierte wiederholt gegen die Kriminalisierung der Kunstwissenschaftler. Staeck war von 2006 bis 2014 Präsident der Akademie, Flügge von 1997 bis 2006 Vizepräsident, Herzogenrath von 2006 bis 2021 Direktor der Sektion Bildende Kunst.

Unser Gast Matthias Flügge ist seit Oktober 2012 Rektor der Hochschule für Bildende Künste in Dresden.

Sendung: hr2-kultur, 4.3.2022, 16:15 Uhr