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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "1000 Scores": Der private Raum wird zur Bühne

1000 Scores

In pandemischen Zeiten sind neue Ideen gefragt. So ist jetzt "1000 Scores. Pieces for Here, Now and Later" entstanden. Ein Online-Projekt, das den Zuschauer zu Hause zum Performer macht.

Bei "1000 Scores" der Theaterschaffenden Helgard Haug, David Helbich und Cornelius Puschke wird das Publikum zum Performer und der Privatraum zur Bühne. Die Künstler*in haben Scores für das Publikum geschrieben. Scores sind kurze Handlungsanweisungen für Performances. Die können in Form von Texten daherkommen, aber auch von Bildern oder Skizzen.

Da wird man beispielsweise aufgefordert, die Zeigefinger einer genauen Untersuchung zu unterziehen, oder zehn Sätze aus vorhandener Literatur, aus Zeitungen, Büchern, die man gerade liest, herauszusuchen, oder aber auf verschiedene Arten und Weisen Stille herzustellen.

Für sich zu Hause performen

Das ist tatsächlich sehr speziell. Es ist ja nicht neu, bei interaktivem Theater, Audio Walks oder Installationen mehr oder weniger stark eingebunden zu sein, Teil des Geschehens. Aber all diese Projekte finden natürlich in einem öffentlichen Raum statt, sei es ein Theater oder der Stadtraum, gemeinsam mit anderen Menschen.

Die Scores aber performt man für sich, allein zu Hause, ohne Mitspielende oder Publikum, ohne einen Resonanzraum, das hat sich am Anfang seltsam angefühlt und auch etwas einsam.

Fazit

Es ist sozusagen ein Theater in kleinsten Einheiten, bei dem man zugleich Performer und Rezipientin ist. Aber es hat alle Vorzeichen von einer Kunsterfahrung: Die Scores ermöglichen den Ausstieg aus den gewohnten Kontexten, sie schaffen Perspektivverschiebungen.

Weitere Informationen

"1000 Scores. Pieces for Here, Now and Later"

www.1000scores.com

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 11.8.20, 7:30 Uhr

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