Alessandro Stradellas "San Giovanni Battista" von 1675 in einer historisch-informierten Aufführung aus dem Concertgebouw in Amsterdam mit dem Collegium 1704.

Erodiade la figlia (Salome) - Giulia Semenzato
Erodiade la madre - Gaia Petrone
San Giovanni Battista - Christophe Dumaux
Consigliere - Luca Cervoni
Erode - Krešimir Stražanac

Collegium 1704
Leitung: Václav Luks

Alessandro Stradella: San Giovanni Battista, Oratorium in zwei Teilen

(Aufführung vom 8. Februar 2020 im Concertgebouw Amsterdam)

Anschließend:
Bremer Konzert
"Lieblingsmusik mit Lieblingsmusikern"
Kammermusik unterschiedlicher Couleur
mit Florian Donderer, Violine
Tanja Tetzlaff, Violoncello und Freunden

(Konzert vom 13. Juni 2020 im Sendesaal Bremen)

Die Geschichte des Martyriums von Johannes dem Täufer ist vor allem durch die Moderne bekannt geworden. Mit einer erstaunlichen Akzentverschiebung. Denn im biblischen Geschehen ist die den Kopf von Johannes einfordernde Stieftochter des Herodes nur eine namenlose Nebenfigur. In Alessadro Stradellas Oratorium von 1675, einem musikalischen Höhepunkt des römischen Barocks, steht denn auch der Täufer in Zentrum, geht es doch im Sinne der gegenreformatorischen Kunst um die Standfestigkeit des Glaubensbekenntnis und nicht um die sexuelle Triebhaftigkeit als Auslöser der Ereignisse. Eine opernhafte Familiengeschichte bietet Stradellas Oratorium dennoch.

Sendung: hr2-kultur, "Oper", 05.09.2020, 20:04 Uhr.

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