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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Ausstellung "Kleider in Bewegung" im Historischen Museum Frankfurt

Ausstellungsansicht "Kleider in Bewegung" im Historischen Museum

Die Museen dürfen wieder öffnen. Sieben Wochen nach der geplanten Eröffnung ist jetzt im Historischen Museum Frankfurt die Ausstellung "Kleider in Bewegung" zu sehen. Gezeigt wird Frauenmode seit 1850. Unsere hr2-Kritikerin war da.

Die Kleider werden in ihrer Bewegung unter anderem in Filmen an einer Projektionswand gezeigt. Da laufen viele historische Filme gleichzeitig, alle aus der Rhein-Main-Region. Man sieht zum Beispiel Damen in langen Kleidern beim Spaziergang im kaiserlichen Wiesbaden.

Die Figurinen für die Kleider selbst sind aus Metall mit vielen Gelenken, damit man Bewegungen nachstellen kann. Da sitzt zum Beispiel ein Kostüm aus der Kaiserzeit am Klavier. Das Kleid aus dunkelviolettem Seidensamt, oben die Taille eng geschnürt, mit vielen Nähten und eingenähten Metallstäbchen, dazu ein langer Rock mit vier Meter Saumumfang. Oder eine Puppe mit einem wunderschönen Badeanzug aus Trikotstoff, die hängt eingefroren da wie im Sprung.

Viele wunderschöne, kostbare Exponate

Die Bewegungen wurden auch mit Hilfe von Modedrucken, Fotos und Gemälden rekonstruiert. Ein Video zeigt wie eine Figurine angezogen wird: viele Unterröcke, Leibchen und der schwere Rock. Da kann man sich vorstellen, dass die bürgerlichen Frauen alleine mit dem An- und Ausziehen gut beschäftigt waren. Die Kleider sind alle aus der kostbaren Sammlung des Museums.

Weitere Informationen

Verhaltensregeln in Zeiten von Corona

Alle Museen haben das Tragen von Mund-Nasen-Schutz und das Einhalten des Mindestabstands von 1,5 Metern zur Voraussetzung des Besuchs gemacht. Akut Erkrankte sollten von einem Besuch im Museum absehen.

Ende der weiteren Informationen

Die Ausstellung schlägt den Bogen vom Korsett über das Reformkleid bis zur geraden knabenhaften Mode der 20er Jahren. Alles sehr schön präsentiert, man kann um die aufgestellten Podeste herumlaufen und die Kleider von allen Seiten sehen. Dazu noch Alltagsgegenstände, Schuhe, Hüte, Schlittschuhe, und sogar ein Trycycle, ein Fahrrad mit drei Rädern, das erinnert ein bisschen an die ersten Automobile.

Fazit

Die Ausstellung zeigt, wie schnell sich die Mode in der Zeit der Industrialisierung und den Anfängen der Frauenbewegung verändert hat. Viele wunderschöne, kostbare Exponate, Kleider, die ja nicht leicht zu konservieren sind. Und es gibt ganz viele interessante Aspekte und überraschende Einblicke.

Die Medienstationen in der Ausstellung kann man im Moment nicht interaktiv benutzen, man soll ja möglichst nichts anfassen und das Begleitprogramm wurde erstmal in den September verschoben.

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 6.5.2020, 7:30 Uhr

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