Züchtigung statt Zuwendung, Medikamente statt Mitgefühl: In Kinderheimen der Nachkriegszeit waren die dort in Obhut gegebenen Jungen und Mädchen noch lange Zeit entwürdigenden Erziehungsmethoden ausgesetzt. In vielen Einrichtungen wehte der Geist des Nationalsozialismus weiter. In kirchlichen Einrichtungen erging es Kindern und Jugendlichen häufig nicht besser.

Im Jahr 2011 entschuldigte sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) offiziell für ihr Versagen. Die Kirche sei "schuldig geworden - vor denen, die uns anvertraut waren, und vor Gott", sagte der damalige EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider. Ein Fonds wurde aufgelegt, um finanzielle Wiedergutmachung zu leisten.

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Die Evangelische Kirche in Hessen-Nassau ging einen Schritt weiter und arbeitete ihre Vergangenheit akribisch auf. Dabei entstand ein Film über die diakonische Großeinrichtung Hephata in Nordhessen, die das bislang Bekannte in den Schatten stellt. Simon Berninger hat den Film gesehen - und mit ehemaligen Heimkindern über ihre leidvollen Erfahrungen in evangelischen Heimen gesprochen.

Sendung: hr2-kultur, Camino, 27.10.2019, 11:30 Uhr

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