Sich neu orientieren nach dem Entzug. In der familienähnlichen Gemeinschaft einer "Fazenda" finden Suchtkranke ihren Selbstwert wieder. Und, wenn sie wollen, eine Beziehung zu Gott.

Ex-Junkies, die frühmorgens gemeinsam beten. In der "Fazenda da Esperança" in Boppard nichts Ungewöhnliches. Statt Ärzte und Therapeuten finden sie hier eine familienähnliche, franziskanisch geprägte Gemeinschaft.

Die Bewohner üben sich ein Jahr lang ins Gebet ein und lesen die Bibel. Aber sie hacken auch Holz, halten die Wohngebäude in Stand und versorgen die Tiere des Bauernhofs. Männer und Frauen können – in getrennten Einrichtungen – wieder Orientierung finden, die eigene Leere füllen und lernen, aufeinander zu achten. Ein Weg zurück ins normale Leben – wenn auch nicht für jeden geeignet.   

Ein Beitrag von Petra Pfeiffer.

Sendung: hr2-kultur, Camino, 26.12.2019, 11:30 Uhr

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