In fast allen religiösen Traditionen steht die Dankbarkeit im Mittelpunkt und gilt als Voraussetzung für gelebte Spiritualität. Das geht zurück bis in die indigenen Traditionen der Welt, die eine Haltung der Dankbarkeit als Grundlage für die Verbundenheit mit dem ‚Großen Geist’ oder ‚Gott‘ verstehen.

Wer dankbar ist, ist dem Glück näher, schaut staunend auf die Welt, ist präsent und verbunden in der Gegenwart. Dankbarkeit ist ein Lernweg, dessen Praxis Übung braucht, bevor man auch Dankbarkeit für die unerwarteten Schicksalsschläge entwickeln kann. Und Dankbarkeit beeinflusst auch unser Handeln in der Welt:  eine dankbare Haltung ist auch in der sozialen Arbeit und dem Engagement für eine ’bessere Welt‘ viel kraftvoller und erfolgreicher, als eine Haltung des Zorns, der Wut, der Angst oder Verzweiflung.

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Spirituelle Lehrer weisen sogar darauf hin, dass Dankbarkeit eine ‚subversive Kraft‘ hat, weil sie uns unabhängig macht von den Verlockungen einer auf ewiges Wachstum gepolten Konsumwelt, die unsere seelischen Mängel mit Gütern zustopfen will. Wer dankbar ist, braucht keine Ersatzbefriedigungen.

Ein Beitrag von Geseko von Lüpke.

Sendung: hr2-kultur, Camino, 01.01.2020, 11:30 Uhr

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