"Slawisches Mandarin" -so nennt Dmitrij Kapitelman in seinem Roman "Eine Formalie in Kiew" die ukrainische Sprache. Er ist in Kiew geboren, spricht Russisch und Deutsch. Kein Problem, lebt er doch in der deutschen Stadt mit der größten osteuropäischen Diaspora- in Berlin.

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine ist die Frage, ob jemand Ukrainisch oder Russisch spricht, eine hochpolitische. Kapitelmans Geburtsstadt Kiew, die er im Roman als widersprüchliche und pulsierende Metropole beschreibt, ist plötzlich der Ort seiner Alpträume. Er fürchtet um seine Kindheitsfreunde.

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Sendung: hr2-kultur, "Das Gespräch", 08.09.2022, 22:30 Uhr.