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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Dennis Kailing über "Besser Welt als Nie"

Dennis Kailing

Nach 43.600 Kilometern auf dem Fahrrad und dem Besuch von 41 Ländern auf sechs Kontinenten ist Dennis Kailing vor zwei Jahren vom größten Abenteuer seines Lebens zurückgekommen - ins hessische Gelnhausen. Jetzt hat er einen Film darüber fertig gestellt.

Dennis Kailing fuhr auf seinem Fahrrad in Gelnhausen los. Einen genauen Plan hatte er zu diesem Zeitpunkt nicht. Er hatte sich eine Weltkarte ausgedruckt und schnell was draufgekritzelt. 761 Tage, 41 Länder und 43.600 Kilometer später fährt er wieder in Gelnhausen ein. Sechs Kontinente hat er dazwischen bereist, darunter Australien, die USA bis hinunter nach Paraguay, durch Osteuropa hin in den nahen Osten, durch Nepal, Indien und Südostasien – und das alles auf zwei Rädern. Und mit zwei Schläuchen, die insgesamt 63 Mal platt waren.

Dennis Kailing

Der damals 24-Jährige studierte Bauingenierwesen, bis er merkte, dass das eigentlich nichts für ihn ist. Nach einer Phase des Zweifelns fasste er den Entschluss mit dem Fahrrad die Welt zu erkunden. Auf seiner Reise fing er an, mit der Kamera zu filmen. Es dauerte eine Weile, bis er herausfand, mit welchen Bildern und Aufnahmen sich Geschichten erzählen lassen. Nun hat er einen Film aus diesen Aufnahmen produziert. Zum Teil sind das atemberaubende Aufnahmen mit einer Drohe oder Aufnahmen mit der GoPro, mit denen die Zuschauerinnen und Zuschauer schon beinahe mitreisen können.

Zweiradkampf mit dem Drogen-Kartell

Vom ersten Kilometer an wusste Kailing nicht, wo er am selben Tag sein Nachtlager aufschlagen wird. Der erste Stopp sei Gemünden gewesen. Am meisten Angst auf seiner Reise hatte er in dieser ersten Nacht beim Wildcampen. Und Kailing hat während seiner Reise so einiges erlebt: eine Nacht in einer Frauenzelle einer mexikanischen Polizeistation verbracht, Probleme mit dem marokkanischen Militär bekommen, sich einen Zweiradkampf mit dem Drogen-Kartell geliefert, die Grenze nach Guatemala illegal übertreten, Morddrohungen, Erdbeben, einen Unfall und Diebstahl überstanden.

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zum Video Trailer "Besser Welt als Nie"

Dennis Kailing
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Sich auf Augenhöhe begegnen

Erst während der Reise merkte er, welche Vorteile ein Fahrrad bringt. Überall, wo er hinkam, traf er auf offene und freundliche Menschen, die ihm halfen oder einluden. Ein Reisender mit vollgepacktem Fahrrad wecke das Interesse vieler Menschen.

Andererseits sehe man wahrscheinlich auch ein bisschen hilfsbedürftig aus, erzählt Kailing. Vor allem in ärmeren Ländern würden die Menschen sehen: "Okay, er hat ein Fahrrad und paar Sachen dran. Fahrrad kennen wir auch. Wenn man mit irgendeinem großen Jeep ankommen würde, dann würden die halt denken: Okay, der reiche Europäer. Und so kann man sich auf Augenhöhe begegnen", sagt Kailing.

Demnächst tourt Kailing mit seinem Film "Besser Welt als Nie" durch die hessischen Kinos.

Weitere Informationen

Sondervorstellungen mit Filmgespräch

10. Februar 2020 | Hanau, Kinopolis; 19:30 Uhr
11. Februar 2020 | Gießen Kinocenter; 18:00 Uhr
11. Februar 2020 | Sulzbach (Taunus), Kinopolis; 20:30 Uhr
13. Februar 2020 | Frankfurt a.M., Harmonie Kinos; 20:30 Uhr
14. Februar 2020 | Aschaffenburg, Casino; 19:00 Uhr

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr2-kultur, Kulturcafé, 6.2.20, 17:10 Uhr

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