Wir sind Commerzbank! Wir sind Lufthansa! So lässt sich - etwas überspitzt - zusammenfassen, wie die Politik in Krisenzeiten mitunter agiert, um der Wirtschaft zu helfen. Sobald ein besonders wichtiges Unternehmen in existenzbedrohende Schwierigkeiten kommt, wird über eine Beteiligung des Staates nachgedacht.

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So war es bei der Commerzbank nach der Finanzkrise. Und so ist es nun wieder bei der Lufthansa gewesen, die wegen der Corona-Pandemie praktisch vor dem Aus gestanden hatte und damit ist sie nicht allein.

Längst ist durch die Corona-Krise eine alte grundsätzliche Diskussion neu entbrannt. Die Befürworter einer Staatsbeteiligung argumentieren: Nur so ließen sich bedeutende Zweige der Wirtschaft retten und Arbeitsplätze sichern.
Aber ist der Staat wirklich der bessere Unternehmer? Schließlich gehen die Interessen manchmal auseinander: Für eine Firma kann es durchaus sinnvoll sein, Leute zu entlassen. Für den Staat als Anteilseigner wäre das aber nur schwer zu rechtfertigen. Wie sieht eine vernünftige Abwägung in so einem Fall aus?
Wären Hilfsprogramme ohne Staats-Einstieg eine Alternative? Und wie verfahren andere Länder beim Schutz ihrer Industrie in Krisenzeiten?

Sendung: hr2-kultur, "Der Tag", 17.09.2020, 18:05 - 19:00 Uhr.

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