Die Partie läuft eigentlich schon seit 2002. Da kam heraus, dass der Iran Anlagen zur Anreicherung von Uran betrieb. Die Internationale Atomenergie-Organisation der UNO befürchtete, dass der Iran eigene Atomwaffen anstrebte und verlangte regelmäßige Kontrollen des Atomprogramms.

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Auf feste Regeln einigte man sich aber erst 2015 – im Atomabkommen: der Iran sollte vor allem die Menge des angereicherten Urans nachprüfbar begrenzen, dafür wurden schrittweise Sanktionen gegen das Land aufgehoben. 2018 beschuldigte Trump die Iraner falsch zu spielen, die USA verließen das Abkommen. Die Europäer, die nahöstlichen Nachbarstaaten und die IAEO blieben am Spieltisch.

Der bedrängte Iran versuchte es mit Befreiungszügen: immer wieder verstieß man demonstrativ gegen das Abkommen, was von der anderen Seite mit Drohungen oder immer härteren Sanktionen beantwortet wurde. Joe Biden kündigte an, nach seiner Wahl würde die USA dem Abkommen wieder beitreten. Wer sich davon aber einen Durchbruch in der Partie erhofft hat, wurde bisher enttäuscht.

Es wird manövriert, zuletzt hat der Iran den Kontrolleuren der IEAO für drei Monate Zugang zu den Anlagen erlaubt, allerdings stark eingeschränkt. Vor weiteren Zugeständnissen verlangt das Land die Aufhebung aller Sanktionen. Revolutionsführer Chamenei spricht öffentlich davon, sehr viel mehr Uran anzureichern, als das Abkommen erlaubt.

Die Gegenseite findet das bedrohlich, Folge könnte eine atomare Aufrüstungsspirale im Nahen Osten sein. Ab jetzt ist erstmal wieder die IAEO am Zug – sie berät über das weitere Vorgehen.

Sendung: hr2-kultur, Der Tag, 01.03.2021, 18:05 - 19:00 Uhr.

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