Auf dem Jamaa-el-Fna-Platz im Herzen von Marrakesch setzen die Garküchen alles unter Dampf, was sich bewegt – Abend für Abend. Dörfer aus Stampflehm und Steinen inmitten rötlich schimmernder Felsen sind im Atlasgebirge zu bestaunen. Die Weite des Meeres erlebt man am besten in Essaouira, in der windigen Hafenstadt an der marokkanischen Atlantikküste.

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Zum Artikel Der Tag auf Weltreise: Marokko mit Dunja Sadaqi

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Auch wenn Marokko vergleichsweise gut durch die Pandemie kam, wächst die Wut vieler Menschen. Sie fühlen sich im Stich gelassen. Das Ausbleiben der Touristen in diesem Jahr hat viele Restaurant- und Hotelbesitzer an den Rand ihrer Existenz gebracht. Jeder dritte junge Marokkaner ist arbeitslos, nicht zuletzt durch die Grenzschließung zur spanischen Exklave Ceuta – der wichtigste Arbeitgeber für die etwa 100 tausend Einwohner der Region.

Erst kürzlich versuchten tausende Marokkaner die Grenze zu stürmen, um nach Europa zu gelangen. Marokkos König Mohammed VI benutzt die Migrationspolitik regelmäßig, um Druck auf Spanien und Europa auszuüben. Er regiert das Land seit 1999.  
Was zunächst nach einem Aufbruch aussah, entpuppte sich schnell als Illusion: kritische Journalisten werden mundtot gemacht. Und laut dem marokkanischen Familienministerium wird jede zweite Frau Opfer von Gewalt, trotz neuer Gesetze.

Mit Dunja Sadaqi, ARD-Korrespondent in Rabat.

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Vom 19. Juli bis 13. August nimmt die Sendung "Der Tag" Sie im Gespräch mit den ARD-Korrespondenten mit auf Weltreise.

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Sendung: hr2-kultur, Der Tag, 28.07.2021, 18:05 Uhr.

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