"Wissen ist Macht" - Dieser Satz gilt gerade auch in der Corona-Pandemie. Aber nicht nur über das Virus sollten wir möglichst viel wissen, sondern auch über diejenigen, die es verbreiten. Wo, wann und wie haben sie sich angesteckt? Und wem sind sie danach wo und wann begegnet? Unsere deutsche Corona-App liefert dazu bislang zu wenig detaillierte Informationen.

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Zum Artikel Daten- oder Virenschutz: Asien als Vorbild?

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Dabei sind ihre technischen Möglichkeiten weniger begrenzt als unsere Bereitschaft, sie zu nutzen. Denn neben der Angst vor Corona geht auch noch eine andere Befürchtung um: Je mehr Wissen staatliche Behörden über uns sammeln, desto mehr Macht haben sie auch über uns. So sehen das viele und wollen, dass Behörden Abstand halten und strikt den Datenschutz wahren.

In vielen asiatischen Ländern ist das anders. Da werden Handydaten, Chatverläufe und Kreditkartenabrechnungen herangezogen zur Bekämpfung der Pandemie. Und niedrige Infektionszahlen scheinen diesem Ansatz Recht zu geben. Kann also in diesem Fall der Zweck die Mittel heiligen?
Sollten wir uns ein Beispiel nehmen an den Menschen in Taiwan oder Südkorea, die in viel größerer Zahl und sehr viel bereitwilliger Regeln befolgen und Einschränkungen hinnehmen als wir hier in Deutschland und die einen Appell der Regierenden ernster nehmen als viele von uns ein Gesetz? Oder sind die Menschen in Taiwan oder Südkorea zu leichtsinnig, was ihre persönlichen Freiheiten angeht?
Informationelle Selbstbestimmung oder körperliche Unversehrtheit - müssen wir früher oder später entscheiden, was uns wichtiger ist?

Moderation: Oliver Glaap

Sendung: hr2-kultur, Der Tag, 23.11.2020, 18:05 - 19:00 Uhr.

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