Seit 1974 ist Zypern eine geteilte Insel; die Situation ist friedlich, aber aussichtslos. Die Hoffnung auf neue Gasfunde im Mittelmeer weckt Begehrlichkeiten auf allen Seiten, und das könnte den Konflikt eskalieren lassen.

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Zum Artikel Eine Insel mit zwei Staaten? Die Zypernfrage

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UNO-Generalsekretär António Guterres persönlich hatte die Kontrahenten wieder an einen Tisch gebracht. Schon das allein gilt in den seit Jahrzehnten verfahrenen Verhandlungen als Erfolg. Herausgekommen ist aber auch diesmal so gut wie nichts - genau wie in den letzten Jahrzehnten auch. Seit 1974 ist Zypern eine geteilte Insel; die Situation ist friedlich, aber aussichtslos. Die Hoffnung auf neue Gasfunde im Mittelmeer weckt Begehrlichkeiten auf allen Seiten, und das könnte den Konflikt eskalieren lassen. Die Vertreter der international nicht anerkannten Republik Nordzypern fordern mittlerweile eine Zweistaatenlösung. Das aber wird südlich der Grenze von der Republik Zypern abgelehnt. Vor allem, weil im Norden noch immer türkische Truppen stationiert sind. Wie also kann der zyprische Knoten durchschlagen werden? Oder ist der Status Quo immer noch die beste aller schlechten Lösungen?

Sendung: hr2-kultur, "Der Tag", 30.04.2021, 18:05 Uhr.

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