Die Stärke der Tür hinderte den Attentäter von Halle, in die dortige Synagoge einzudringen. Nicht etwa die Ehrfurcht vor dem religiösen Gebäude. Vor der Synagoge hat er dann gleichwohl mehrere Menschen getötet oder verletzt, und darüber wird das zuständige Gericht in Magdeburg jetzt das Urteil sprechen.

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Wer aus Fanatismus Attentate verübt, überschreitet bereitwillig jede noch so heilige Schwelle - die einer Synagoge wie in Halle, einer Moschee wie in Christchurch, einer Kirche wie in Nizza. Gerade solche Attentate sind besonders perfide, weil viele Menschen sich gerade in Synagogen, Kirchen, Moscheen und Tempeln besonders geborgen fühlen. Fühlen wollen. Und auch fühlen sollen.
Denn die Unverletzlichkeit von Gotteshäusern ist ein hohes Gut, das den meisten Menschen zu allen Zeiten heilig war. Auch wenn es zu allen Zeiten andere Menschen gab, die keinen Respekt davor hatten.

Wie wichtig religiöse Stätten als Zufluchtsorte sind, das wird uns heutzutage vielleicht ganz besonders bewusst. Dadurch, dass sie immer wieder bedroht werden. Und dadurch, dass sie gerade jetzt während der Pandemie nicht wie sonst die Türen hoch und die Tore weit machen können.

Sendung: hr2-kultur, Der Tag, 21.12.2020, 18:05 - 19:00 Uhr.

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