Einsam und weit draußen vor der Küste Chiles, nicht mal doppelt so groß wie Sylt, liegt die Oster-Insel, Projektionsfläche für verklärte Südsee-Träume.

Im Umkreis von 3000 Kilometern nur: der Stille Ozean. Aber hier, an einem der entlegensten Orte der Menschheit, gedieh in völliger Abgeschiedenheit eine Hochkultur, die ihresgleichen sucht.

Mit ihren Moai-Figuren, die man sich bis heute nicht erklären kann, lockt die Insel mehr Reisende an, als sie und ihr Ökosystem aufnehmen können. Denn die Osterinsel steht auch für eine ökologische Dystopie, für die Beinahe-Ausrottung von Mensch und Natur, durch Raubbau, Krankheiten und Sklaverei.

Sendung: hr2-kultur, Der Tag, 05.04.2022, 18:05 Uhr.