In fast 10 Jahren Bürgerkrieg ist unzähligen Menschen in Syrien unendlich viel genommen worden: Frieden und Sicherheit, das Dach über dem Kopf und die Familie an ihrer Seite, die körperliche Unversehrtheit und das seelische Gleichgewicht, die Freiheit, das Leben und oft auch die Würde. Den Überlebenden davon auch nur annähernd etwas zurückzugeben, scheint aussichtslos.

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Und es wäre tatsächlich aussichtslos, wenn es nicht wenigstens versucht würde. Eine Geberkonferenz in Brüssel soll in dieser Woche so viel Geld wie möglich sammeln, um die Not in Syrien zu lindern.

Und ein Prozess vor dem Oberlandesgericht Koblenz soll Menschen Recht verschaffen, die in Syrien gefoltert wurden. Ein Prozess, der auf Grundlage des "Weltrechtsprinzips" in Deutschland möglich ist, auch wenn weder Täter noch Opfer Deutsche sind. Dass in Brüssel die Sammelbüchsen klappern und in Koblenz die Mühlen der Justiz mahlen, das ist allemal besser als nichts.
Aber was ist, solange in Syrien selbst weiterhin die Waffen sprechen und machtpolitische Interessen jede Vernunft im Keim ersticken?

Sendung: hr2-kultur, Der Tag, 30.06.2020, 18:05 - 19:00 Uhr.

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