Gestern kam er. Heute kommt er. Und auch morgen kommt der Weihnachtsmann. Und am Montag, Dienstag, Mittwoch - ja vielleicht sogar noch am Morgen des Heiligen Abend. Aber der Weihnachtsmann heißt schon seit langem DHL oder Hermes, UPS oder DPD, und immer öfter kommt er nicht "vom Himmel hoch", sondern von Amazon.

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Als Menschen bleiben die vielen flinken Weihnachtsmänner und -frauen meist namenlos für die, denen sie begegnen. Wichtig für ihre Arbeitgeber und für uns, ihre Kundschaft, ist nur eines: Dass sie liefern, bis die Bescherung kommt. Schnell und zuverlässig. Egal wie lang die Wunschliste ist.

Wir als Konsumierende müssen uns stattdessen immer weniger bewegen; im boomenden Zeitalter des Online-Handels reicht ein Klick - und rennen müssen dann andere. Das bringt die Boten an den Rand ihrer Kräfte, den stationären Einzelhandel in Bedrängnis und unsere Innenstädte immer näher an die Verödung. Eine Entwicklung, die von der Corona-Pandemie exponentiell beschleunigt wurde, die vielen längst alternativlos erscheint und die vielleicht schon jetzt unumkehrbar ist.

Sendung: hr2-kultur, "Der Tag", 18.12.2020, 18:05 - 19:00 Uhr.

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