Die Inseln galten mal als Paradies: exponiert zwar, aber wohlhabend, vom Klima verwöhnt und irgendwie sorglos, ein Hort von Ruhe und Sicherheit. Kriminalität - Fehlanzeige.

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Zum Artikel Malta, Mord und Mafia – wo Korruption System ist

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Bis dann klar wurde, dass man auf Malta als Tourist zwar keine Angst vor Überfällen haben muss, als Journalistin, die an der glänzenden Fassade kratzt, aber leicht zu Tode kommen kann. Eine Bombe riss den beschaulichen Archipel aus der Ruhe. Seitdem hegen wir den Verdacht, dass die anderswo übliche Kleinkriminalität auf Malta auch deshalb so wenig präsent ist, weil die Malteser sich nur um die großen Coups kümmern: Geldwäsche, Scheinfirmen, Korruption.

Der von den Kreuzrittern gegründete Zwergstaat scheint ein durch und durch mafioses System zu sein. Das eben auch vor politischem Mord nicht zurückschreckt. Was am Ende dann doch die Bevölkerung aufschreckte. Nach dem Bombenattentat auf die Journalistin Daphne Caruana Galizia gingen die Malteser auf die Straße und forderten Aufklärung. Zwei Jahre danach ist nun tatsächlich Bewegung in die Mordermittlungen gekommen - und die maltesische Regierung bröckelt.

Sendung: hr2-kultur Der Tag, 04.12.2019, 18:05 - 19:00 Uhr

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