Ein günstiges E-Bike? Unter 2000 Euro geht gar nichts, wenn man sich elektronisch unterstützt über Hügel und Berge bewegen will. Das Schloss dazu? Kann schon mal 300 Euro kosten. Bei den Preisen verwundert es nicht, dass das Fahrrad das neue Statussymbol der Besserverdiener geworden ist.

Wer auf das Radfahren als umweltbewusstes Fortbewegungsmittel setzt, muss tief in die Tasche greifen, selbst bei den Standardrädern ohne Motor steigen die Preise stetig. Und dieses Besserverdiener-Bild sitzt schon fest in den Köpfen, sonst hätten die Grünen vor der letzten Bundestagswahl nicht so scharfe Kritik für ihre geplante finanzielle Unterstützung von Lastenrädern bekommen.

Aber wieso sind es vor allem die am höchsten Gebildeten, die eher Fahrrad als Auto fahren? Warum erledigen Frauen öfter Sachen via Rad als Männer? Und wieso sind in vielen deutschen Städten die Radwege immer noch so hundsmiserabel ausgebaut – trotz Fahrradboom und Klimawandel?

Sendung: hr2-kultur, Der Tag, 20.04.2022, 18:00 - 19:00 Uhr.