100 Milliarden Euro – das ist eine Schwindel erregende Summe, die nun über ein Sondervermögen an die Bundeswehr fließt. 100 Milliarden Euro, nur für dieses Jahr. Die hat Bundeskanzler Scholz am Sonntag in Aussicht gestellt – und wohl nicht alle eingeweiht.

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Milliarden für die Bundeswehr – Frieden schaffen mit mehr Waffen?

Christine Lambrecht (SPD), Bundesverteidigungsministerin, spricht vor einem Eurofighter mit einem Piloten. Flugzeuge des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 der deutschen Luftwaffe sind hier stationiert.
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Manche Abgeordnete der Ampel schüttelten im Parlament ungläubig die Köpfe. Denn diese unfassbare Summe bricht mit dem deutschen Selbstverständnis: die besondere historische Verantwortung gebot militärische Zurückhaltung. Wir konnten uns das allerdings auch leisten. Denn der Kalte Krieg war lange vorbei, es gab andere Prioritäten, die so genannte "Friedens-Dividende" zahlte sich aus. Das rächt sich nun.

Inzwischen ist die Bundeswehr mehr oder weniger "blank", wie der Heeres-Inspekteur am Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine erklärte. Jetzt wird sie mit Geld überschüttet.
Aber macht sie das auch wehrhafter? Was braucht die Bundeswehr? Wie soll sie ausgerichtet werden? Wo kommt das Personal her?
Ist Aufrüstung auf einmal die Lösung – und alle Abrüstungs-Debatten der letzten Jahrzehnte nur Makulatur? 

Sendung: hr2-kultur, "Der Tag", 03.03.2022, 18:00 - 19:00 Uhr.