Die zweite Infektionswelle ist da und sie macht auch vor den Toren von Alten- und Pflegeeinrichtungen nicht halt. Viele hundert Altenheimbewohner und -bewohnerinnen sind in Hessen aktuell infiziert, auch Personal ist betroffen. Wieder sind viele alten Menschen in der letzten Phase ihres Lebens von ihren Angehörigen abgeschottet, in Wohnheimen, die ohnehin an Personalnotstand leiden.

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Dabei beteuert die Politik die Absicht, mehr Offenheit als im Frühjahr zu ermöglichen - mit mehr Masken, besserer Schutzausrüstung und Schnelltests. Aber gelingt das wirklich?
Die sehr alten hilfebedürftigen Menschen trifft es hart. Sie sind sehr gefährdet, sich mit dem Corona-Virus zu infizieren und sehr gefährdet, schwer an Covid-19 zu erkranken.
Manche Ältere, die noch alleine zuhause leben, entscheiden sich, das Risiko einer Infektion in Kauf zu nehmen, damit sie weiter ihre Angehörigen treffen können. Anders ist es für sie nicht zu ertragen. Wer nicht mehr alleine leben kann, ist auf die Entscheidungen anderer angewiesen.

Gibt es eine Alternative zur Isolierung? Was brauchen Alten- und Pflegeeinrichtungen, um für die Bewohner und Bewohnerinnen so viel Freiheit wie möglich mit so viel Sicherheit wie nötig zu verbinden?
Darüber nachzudenken ist im Sinne der Menschenwürde eine gesellschaftliche Pflicht.

Sendung: hr2-kultur, Der Tag, 11.11.2020, 18:05 - 19:00 Uhr.

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