Es ist kalt geworden an der belarussisch-polnischen Grenze. Tausende Menschen harren dort seit Wochen aus, zwischen Stacheldraht und Zäunen. Ihr Ziel: Die Europäische Union. Menschenrechtler sprechen von einer humanitären Katastrophe. Todesfälle müssten verhindert und die Menschen an sichere Orte in Belarus gebracht werde, so der UNHCR.

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Polen will eine Mauer bauen, 180 Kilometer lang, fünf Meter hoch, um die Geflüchteten abzuwehren. Viele Gestrandete kommen aus dem Libanon, ein Staat vor dem Zerfall. Dort leben 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge.
Der weißrussische Machthaber Alexander Lukaschenko will von der EU die Rücknahme von Sanktionen erpressen, indem er Migranten ins Land lockt und diese von Sicherheitskräften an die Grenze führen lässt.

Kann die EU mit diesem Machthaber verhandeln? EU-Recht verlangt, dass Zugang zu Asylverfahren besteht.
Wie müsste eine europäische Asylpolitik aussehen, damit der Flüchtlingsstrom aus Belarus gestoppt wird?

Sendung: hr2-kultur, Der Tag, 15.11.2021, 18:05 - 19:00 Uhr.