Der Westen ist nicht mehr das Rückgrat der Weltordnung. Für Deutschland ist es an der Zeit, sich klarer zu positionieren in der EU, in der Nato und in einer neuen Weltordnung.

Der Westen wurde lange als das Rückgrat der Weltordnung wahrgenommen. Das ist vorbei. Nicht erst seit Donald Trump mit "America First" auf Abstand ging, haben sich die Kräfteverhältnisse verschoben. Die Gemeinschaft liberaler Demokratien bröckelt. Man ist sich nicht mehr einig über die gemeinsamen Werte.

Was heißt das für Europa? Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will mit den anderen EU-Staaten seit geraumer Zeit in einen "strategischen Dialog" darüber treten, wie sich Europa gegen neue Gefahren verteidigen will. Eine gemeinsame EU-Verteidigungspolitik gibt es bisher nicht.

Will der Westen die Weltpolitik weiter mitgestalten, wird es höchste Zeit, neue Allianzen zu schmieden - auch auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Für Deutschland ist es an der Zeit, sich klarer zu positionieren in der EU, in der Nato und in einer neuen Weltordnung.

Sendung: hr2-kultur, Der Tag, 17.02.2020, 18:05 Uhr.

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