Sexismus im deutschen Rap? Das ist eine alte und jetzt eine neue Debatte. Ausgelöst hat sie eine Influencerin, die dem Rapper Samra vorwirft, er habe sie vergewaltigt. Er dementiert.

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Ein anderer Rapper hatte kurz nach den Vorwürfen ein Video veröffentlicht, das den jungen Bushido zeigte, wie er eine junge Frau bedrängte. Alles lange her und verjährt. Bushido entschuldigte sich.

Dennoch. Solche Vorwürfe sind in der Hip-Hop-Szene nicht neu. Doch die Heftigkeit der Diskussion über sexualisierte Gewalt in diesem Genre könnte noch länger andauern. Unter dem Hashtag der gleichnamigen Initiative #deutschrapmetoo haben Frauen Erfahrungen gesammelt. Sie kritisieren ein Netzwerk aus Künstlern, Musiklabels, Agenturen und Managements, das den Nährboden für solche Übergriffe schaffe.

Gleichzeitig weist die Rap-Szene vielfältige Richtungen auf. Sozialkritische Inhalte haben in dem Genre sowieso eine lange Geschichte. Dabei wird auch der Typ des selbstherrlichen, hypermännlichen, tendenziell frauenfeindlichen Rappers hinterfragt. Zum Beispiel vom „Conscious Rap“, der übt, was dem Gangsta Rap oft fehlt: Kritik.
 

Sendung: hr2-kultur, Der Tag, 14.07.2021, 18:05 Uhr.

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