Gedenkstein mit Davidstern
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In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 ist nichts mehr wie zuvor in Deutschland: Bei Pogromen fallen Nationalsozialisten über jüdische Geschäfte her, Wohnungen werden geplündert, jüdische Waisenhäuser und Schulen zerstört, im ganzen Land brennen Synagogen.

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zur Bildergalerie Bilder von den Novemberpogromen 1938

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In der Nacht vom 9. auf den 10. November wurden im gesamten Deutschen Reich Synagogen, jüdische Geschäfte und Friedhöfe zerstört. In der Bildergalerie zeigen wir Bilder aus Berlin, Frankfurt, Kiel, Magdeburg und München.

"Pogrom 1938. Das Gesicht in der Menge“ – ein Bildband von Michael Ruetz

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zum Artikel Künstler und Autor Michael Ruetz über Fotos von den Novemberpogromen 1938

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"…da war ein Mob von Hunderten von Leuten, die die Synagoge in Brand gesetzt hatten. Es gab ein Plündern und Schreien, besonders das Betragen der Frauen war abstoßend ...“

Cover Michael Ruetz und Astrid Köppe: Pogrom 1938: Das Gesicht in der Menge, NIMBUS. Kunst und Bücher AG, Preis: 29,80 Euro
Michael Ruetz und Astrid Köppe: Pogrom 1938: Das Gesicht in der Menge, NIMBUS. Kunst und Bücher AG, Preis: 29,80 Euro Bild © NIMBUS. Kunst und Bücher AG

Soweit ein Augenzeugenbericht von der Reichspogromnacht in Frankfurt. Der Künstler und Autor Michael Ruetz hat solchen Berichten Fotografien zur Seite gestellt, die in den Tagen um den 9. November 1938 in Deutschland und Österreich entstanden. Es sind die Bilder von Schaulustigen, die betroffen bis feixend aussehen.

Moderator Alf Haubitz spricht mit Michael Ruetz über sein neues Buch "Pogrom 1938. Das Gesicht in der Menge“ – heute, am 80. Jahrestag der Novemberpogrome.

Sendung: hr2-kultur, Kulturcafé, 09.11.2018, 16:15 Uhr

Der Tag, 18:05 Uhr: 80 Jahre danach - Juden und ihre Feinde

 SA-Männer kleben ein Plakat mit der Aufschrift "Deutsche! Wehrt Euch! Kauft nicht bei Juden" an die Schaufensterscheibe eines Geschäfts, das in jüdischem Besitz ist
SA-Männer kleben ein Plakat mit der Aufschrift "Deutsche! Wehrt Euch! Kauft nicht bei Juden" an die Schaufensterscheibe eines Geschäfts, das in jüdischem Besitz ist Bild © picture-alliance/dpa
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zum Artikel 80 Jahre danach - Juden und ihre Feinde

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Dieser dunkle Teil der deutschen Geschichte wird nicht verschwiegen, die Verbrechen der Nationalsozialisten wurden und werden aufgearbeitet. Und trotzdem: der Antisemitismus ist noch immer präsent in unserer Gesellschaft. Judenfeindliche Übergriffe nehmen zu. Und das liegt nicht nur an muslimischen Einwanderern, die ihren Judenhass aus der Heimat mitbringen. Schon seit Jahrzehnten müssen Synagogen in Deutschland vor Angriffen geschützt werden.

In einer aktuellen Umfrage stimmten rund 30% der Befragten der Aussage zu "Juden passen nicht so recht zu uns". Wie kommt es zu solchen Ansichten? Juden haben das kulturelle Leben in Deutschland schon immer entscheidend mitgeprägt und bereichert. In Berlin findet gerade der jüdische Zukunftskongress statt, bei dem es genau um die Impulse geht, die jüdisches Leben in die Gesellschaft einbringt. Und wir? Wir begeben uns auf die Suche nach einem Gegenmittel gegen das Gift Antisemitismus. In "Der Tag" um 18:05 Uhr in hr2-kultur.

"Und dann brannte die Synagoge" - 80 Jahre danach erinnern sich Überlebende

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Gedenkstein mit Davidstern

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Tausende meist männliche Juden werden verhaftet und in Konzentrationslager gebracht. Auch heute, 80 Jahre später, ist die Geschichte gegenwärtig - zumindest bei den Überlebenden: Mirjam Pollin muss mit ansehen, wie in Hamburg die Synagoge in Brand gesetzt wird, wie ihr Vater verhaftet wird. Nur durch Glück bekommt sie einen Platz auf einem Kindertransport nach Schweden und überlebt so den Zweiten Weltkrieg. Das letzte Lebenszeichen ihrer Mutter ist ein Brief, dann verliert sich die Spur.

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Der Antisemitismus-Report

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Gretel Baum-Merom wächst im Frankfurter Westend auf, emigriert 1934 nach Palästina und kann bis heute nicht überwinden, dass sie ihre Eltern nicht retten konnte. Vater und Mutter werden deportiert. Die 105-Jährige lebt heute in Haifa, liest Goethe, hat über ihre Familie ein Buch geschrieben und will erinnern an das, was war. Auch Lilo Reis hat das Deutschland von 1935 in Erinnerung. Als junge Frau flieht sie nach Palästina, baut dort einen Moshav, ein genossenschaftlich organisiertes Dorf, mit auf und holt ihre Eltern nach – vor den Pogromen von 1938. 80 Jahre nach den Novemberpogromen sind sich alle einig: Die Geschichte darf sich nicht wiederholen.

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