Der Schriftsteller und Übersetzer Gisbert Haefs hat sich George Orwells Roman "1984" vorgenommen und eine Neuübersetzung vorgelegt. Gefälschte Nachrichten, allgegenwärtige Bespitzelung, kulturelle Verarmung - warum kommt uns das so bekannt vor?

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Zum Artikel "Formen von Sprachmanipulation sind bei uns allgegenwärtig" | Gisbert Haefs über den Umgang mit Sprache

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In Orwells Roman, der 1949 erschien, beschrieb er eine düstere Zukunft, die hoffentlich so nie eintreten würde. Wer sich in der Gegenwart umsieht, wird viele Aspekte des Romans wiedererkennen. Vor allem die Sprache, die sich die Regierung ausgedacht hat - das "Neusprech" - ist in "1984" verstörend. Gisbert Haefs hat bei seiner Neuübersetzung aber noch mehr verstörende Parallelen zu heute gefunden.

Warum "1984" heute viel aktueller ist, als es sich George Orwell je hätte vorstellen können, was Sprache und der Umgang mit ihr grundsätzlich mit uns macht und welche Verantwortungen sie uns aufzwingt, das erzählt Gisbert Haefs im "hr2-Doppelkopf". Und er spricht auch über die zwei Seelen in seiner Brust: als Übersetzer und Schriftsteller, wo er zum einen das "Leben der Anderen" schreibend "verwaltet", zum anderen auch selbst zum Dichter werden kann.

Gastgeberin: Daniella Baumeister

Musiktitel dieser Sendung:
- Atahualpa Yupanqui: Cachilo Dormido
- Ulrich Roski: Des Künstlers Fisch
- Jake Thackrey: Sister Josephine
- Georges Brassens: Le Vent

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Buchhinweis:

George Orwell: "1984", Neu übersetzt von Gisbert Haefs, mit einem Nachwort von Mirko Bonné, Manesse 2021, Preis: 22,- Euro

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Wiederholung eines Gesprächs vom April dieses Jahres.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 21.10.2021, 12:05 Uhr.