Wie wird man Extremschwimmer? André Wiersig weiß es. 2019 hat er die "Ocean’s Seven" als erster Deutscher geschafft, indem er mit der "Straße von Gibraltar" die letzte der sieben Meerengen durchquerte, die zu der Herausforderung gehörenen.

Angefangen hat das mit dem "Im-kalten-Wasser-Schwimmen" auf Ibiza. Dort verbringt André Wiersig mit der Familie jeden Sommer einige Wochen. In der Nähe des Strandes liegt, malerisch in einer geschützten Bucht, eine Boje verankert. Jeden Urlaub schwimmt er zu dieser Boje und beobachtet fasziniert das rege Treiben am Strand. Auf Ibiza geht er auch das erste Mal im Winter ins Meer. Das klare Wasser und der menschenleere Strand begeistern ihn. Aber die Boje kann er nicht erreichen. Das Wasser ist viel zu kalt.

André Wiersig

Um sich daran zu gewöhnen, duschte er ein Jahr lang kalt, erst nur 20, später 60 Sekunden. Im nächsten Winter versuchte er es erneut. Die Kälte war immer noch unangenehm, aber er erreichte die Boje ohne Probleme. Dieses Erlebnis machte einen so nachhaltigen Eindruck auf ihn, dass es der Beginn seiner Karriere als Langstreckenschwimmer und Teilnehmer der "Ocean’s Seven" wurde. 2019 hatte er es dann geschafft: Als erster Deutscher bestand er diese extremsportliche Herausforderung und durchquerte mit der "Straße von Gibraltar" die letzte der sieben vorgeschriebenen Meerengen.

Gastgeber: Ulrich Sonnenschein

Hier finden Sie den "Doppelkopf" als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 18.02.2021, 12:05 Uhr.

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