Thüringen ist die Heimat der Familie Bach. Keines der heutigen Bundesländer, selbst Sachsen, in dessen heimlicher Hauptstadt Leipzig Johann Sebastian Bach die letzten 27 Jahre seines Lebens verbrachte, kann da mithalten. Seit 2004 gibt es die „Thüringer Bachwochen“. Sie prosperierten Jahr für Jahr, bis der Corona-Virus urplötzlich eine Auszeit erzwang. Mit drastischen Folgen, die nun dem Festivalleiter Christoph Drescher zu schaffen machen.

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Zum Artikel Der Festivalleiter Christoph Drescher spricht über mögliche Perspektivwechsel in der Zeit nach dem Corona-Virus.

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"Man möge einen Bach schicken!" wünschten sich Kirchen und Höfe um 1700 herum, wenn sie einen guten Musiker brauchten. Der berühmteste von ihnen, Johann Sebastian Bach kam in Eisenach zur Welt, wuchs auf in Ohrdruf, wirkte in Arnstadt, Mühlhausen und Weimar, heiratete in Dornheim und pflegte reiche verwandtschaftliche Beziehungen nach Erfurt – noch andere Lokalitäten ließen sich aufzählen. Was also lag näher als – bald nach der Wende – hier ein Bach-Festival aufzuziehen! Kein an einen Ort gebundenes, sondern ein landesweites. Die immensen logistischen und inhaltlichen Anforderungen konnten daher erst im zweiten Anlauf gemeistert werden.

Corona hat den Kulturbetrieb jetzt zum Stillstand gebracht. Natürlich fehlen – wie überall - nun auch hier die Einnahmen. Mehr als das aber deprimiert Christoph Drescher, dass die liebevolle Arbeit des Programmierens, das immerwährende Suchen nach interessanten Künstlern und originellen Locations in über 25 thüringischen Städten und Gemeinden mit einem Federstrich zunichte gemacht wurden. Über dramatische Veränderungen im Musikleben und mögliche Perspektivwechsel in der Zeit nach dem Virus spricht mit Christoph Drescher heute im "Doppelkopf".

Gastgeber: Andreas Bomba

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 08.04.2020, 12:05 Uhr.

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