Michelangelo hätte bei ihm gekauft. Picasso auch, und sicher hätte Yves Klein für sein ganz eigenes Blau bei ihm angeklopft. David Kremer, Weltmarktführer in der Herstellung historischer Farbpigmente mit über 100 Distributoren, bringt längst vergessene Farben wieder ans Licht.

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Schildläuse, Gewürze, Felsstücke, Wurzeln und Knochen führen zu immer neuen Nuancen; Rezepte aus dem Mittelalter inspirieren ihn zu neuen Versuchen. In einer alten Farbmühle im Allgäu entstehen die Farben aus der Natur. Der Louvre, das MoMA, das Museo del Prado sind seine Kunden – selbst der Vatikan kauft bei ihm ein. Purpur aus Meeresschnecken, ein gewisses Grau aus Gallapfel, ein Rosarot aus getrockneten Läusen…

David Kremer

David Kremer weiß, warum ein bestimmtes Blau beim Betrachter einen Sog erzeugen kann, warum die roten und braunen Malereien von Höhlenmenschen auch noch nach 40.000 Jahren ihre Farbe behalten, während synthetische Farben schon verblassen, kaum dass sie ausgeliefert sind. Was wäre aus David Kremer geworden, wenn seinen Vater nicht die Leidenschaft gepackt hätte, "Smalte" zu kreieren, einen Blauton, der ihm als Chemiker einfach nicht gelingen wollte? Auch davon erzählt David Kremer heute im "hr2-Doppelkopf".

Gastgeberin: Ulla Atzert

Musiktitel dieser Sendung:
- Metronomy: The Look
- Bonobo: Black Sands
- Romare: Motherless Child
- Manu Chao: Clandestine

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 02.06.2021, 12:05 Uhr.

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