"Ich gebe doch meine Kinder nicht her", antwortet Frank Brabant auf die Frage, ob er jemals daran gedacht hätte, Bilder aus seiner Kunstsammlung zu verkaufen. Experten schätzen diese auf einen Wert zwischen 20 und 40 Millionen Euro.

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Zum Artikel Der Kunstsammler Frank Brabant spricht über seine Aktivitäten als Sammler und Leihgeber.

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Als Flüchtling war Frank Brabant 1958 aus der DDR in den Westen gekommen. Durch Zufall landete er einige Jahre später in dem Kunstkabinett von Hanna Bekker vom Rath, wo er sein erstes Bild erwarb - ein Holzschnitt von Max Pechstein. Auf Raten, weil er über kaum Geldmittel verfügte. 

Einige Jahre später eröffnete er im Wiesbadener Bergkirchenviertel die erste schwule Disco im Rhein-Main-Gebiet. Heftige Anfeindungen auf der einen Seite - wirtschaftlicher Erfolg und Prominenz auf der Anderen. Zu seinen Gästen gehörten später auch Udo Jürgens, Donna Summer und Katja Eppstein.

In dieser Zeit wuchs Brabants Sammlung. Er kaufte vor allem Arbeiten aus den 20er und 30er Jahren - Expressionismus und Neue Sachlichkeit. Der plötzliche Tod seines Lebensgefährten Ende der 80er Jahre wurde für Brabant eine Zäsur - er gab seine Diskothek auf und verstärkte seine Aktivitäten als Sammler und Leihgeber.

Heute zählt seine Sammlung über 600 Werke und gehört zu den qualitätsvollsten in Deutschland. In seinem Nachlass verfügte der Kunstfreund, dass die Werke nach seinem Tod zwischen dem Museum Wiesbaden und dem Museum Schwerin aufgeteilt werden sollen.

Gastgeberin: Stefanie Blumenbecker

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 10.10.2019, 12:05 Uhr.

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