Es ist eine Weltsensation. Der Astrophysiker Heino Falcke präsentiert das erste Bild eines Schwarzen Lochs, genau genommen den Schatten eines solchen. Das Innere besteht aus verglühenden, ausgebrannten, erlöschenden Sternen, das All füttert es mit Gasnebeln, Planeten und Sternen. Was ihnen zu nahe kommt, geben sie nie wieder frei, nicht einmal Lichtstrahlen können entkommen. Ein Angstort also, dort im Weltall.

Heino Falcke

Die Galaxie M87, um deren zentrales Schwarzes Loch es geht, ist 55 Millionen Lichtjahre entfernt, das sind 500 Trillionen Kilometer. Acht Radioteleskope waren über die Welt verteilt, 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in 20 Ländern haben miteinander gearbeitet. 20 Jahre Arbeit stecken in diesem Erfolg.

Manchmal wollte der Wissenschaftler aufgeben, selbst als fröhlicher Rheinländer. Doch er hielt durch, und dafür dankt er Gott. Denn Falcke ist ein gläubiger Mensch. In seiner Gemeinde steigt er gerne mal auf die Kanzel. Wenn seine Wissenschaftskolleginnen und -kollegen ihn zu Hause besuchen, beten sie vor dem Essen. Glaube und Wissenschaft gehören für ihn zusammen.

Gastgeberin: Andrea Seeger

Hier finden Sie den "Doppelkopf" als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 23.04.2021, 12:05 Uhr.

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