Mit zwanzig Jahren bewarb er sich bei der Staatskapelle Dresden. Seit vielen Jahren vakant war die Spitzenposition des Konzertmeisters der Violoncelli. Zur eigenen Überraschung bekam Isang Enders die Position. "Da gab es Kollegen", erinnert er sich, "die schon länger in der Staatskapelle spielten als ich alt war".

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Die Folge: großer Druck lastete auf dem jungen, in Frankfurt am Main geborenen Künstler. Das Orchester zählt zu den renommiertesten in Deutschland, sein Repertoire ist riesig, und klar: die Mitglieder der Cellogruppe schauten und hörten genau hin auf ihren neuen Vorspieler. Der Druck war enorm, die Umgebung reizvoll, aber fremd und nicht einfach. Nach einigen Jahren verließ Enders das Orchester wieder, um, wie er in der Rückschau sagt, erst einmal menschlich zu wachsen.

Musikmachen auf freier Wildbahn, ohne gutdotierten, tariflich abgesicherten Vertrag – das war schon vor Corona-Zeiten ein mutiger Schritt. Im "hr2-Doppelkopf" erzählt Isang Enders, Jahrgang 1988, von seinen nicht nur musikalischen Beweggründen und seinem Weg in die künstlerische Freiheit.

Gastgeber: Andreas Bomba

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 14.07.2020, 12:05 Uhr.

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