Heute vor 100 Jahren wurde Karl Dedecius geboren. Er war der Gründer des Polen-Instituts in Darmstadt und der fünfzigbändigen Polnischen Bibliothek, er bekam den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1990) und den Orden des Weißen Adlers in Polen – das höchste Ehrenzeichen der Republik Polen.

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Kein Wunder, dass man Karl Dedecius für einen Polen hält, wo er doch am 20. Mai 1921 in Łódź als Deutscher geboren wurde. Dedecius gilt als der bedeutendste Mittler polnischer Literatur und deutscher Kultur seit 1958. Er war Übersetzer und Autor. Von christlicher Ethik geprägt, mit friedfertiger Erziehung verbunden und humanistisch gebildet, hat er unendlich viel für die Aussöhnung zwischen dem deutschen und polnischen Volk getan. 2016 starb er in Frankfurt.

Sein einstiges Lebensmotto äußerte er bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels: "Wer den Frieden will, muss Freunde gewinnen". Norbert Schreiber sprach 2006 – aus Anlass seines 85. Geburtstags - mit ihm für den "hr2-Doppelkopf" in seinem Frankfurter Zuhause. Wir wiederholen dieses Gespräch heute.

Gastgeber: Norbert Schreiber

Wiederholung eines Gesprächs von 2006.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 20.05.2021, 12:05 Uhr.

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