Manchmal geschehen noch Zeichen und Wunder, auch in der Welt der Klassischen Musik. Vor zehn Jahren brachten die Bregenzer Festspiele eine "Die Passagierin" betitelte Oper heraus. Schlagartig wurde damit der Name Mieczyslaw Weinberg bekannt; der russische Komponist polnisch-jüdischer Herkunft war jedoch schon 1996 verstorben, ohne dass von seinem umfangreichen Schaffen besondere Kenntnis genommen worden war.

Audiobeitrag

Podcast

Zum Artikel Der Geiger Linus Roth spricht u. a. über die Entdeckung unbekannter Komponisten.

Podcast Doppelkopf
Ende des Audiobeitrags

Heute ist der Name Mieczyslaw Weinberg in aller Munde, Stars wie Gidon Kremer und Mirga Grazinyte-Tyla, Chefdirigentin des City of Birmingham Symphony Orchestra, nehmen sich seiner Werke an.

Linus Roth

Zu den ersten Entdeckern gehört der Geiger Linus Roth; er spielte bis 2013 alle Werke Weinbergs für Violine und Klavier ein und gründete die Internationale Weinberg-Society, die Leben und Werk dieses zu Unrecht vergessenen Komponisten beleuchten will.

Im Jahr zuvor war der gebürtige Oberschwabe und Stipendiat der Anne-Sophie-Mutter-Stiftung auf eine Professur am Leopold-Mozart-Konservatorium Augsburg berufen worden. Hier leitet er auch den nach Mozarts Vater benannten internationalen Violinwettbewerb.

Mieczyslaw Weinberg würde in diesem Jahr 100 Jahre alt, Leopold Mozart 300. Grund genug, sich mit dem passionierten Kammermusiker Linus Roth über die Entdeckung unbekannter Komponisten und die Kunst des Geigenspiels in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu unterhalten.

Gastgeber: Andreas Bomba

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 25.11.2019, 12:05 Uhr.

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit