Schon mit 16 Jahren wollte Marcel Reich-Ranicki Literaturkritiker werden, doch zunächst kam es ganz anders. Im "Doppelkopf"-Gespräch aus dem Jahr 2005 erzählt Marcel Reich-Ranicki, wie er im Warschauer Ghetto Konzerte hungernder jüdischer Künstler hörte und wie er seine ersten Artikel nicht als Literatur- sondern als Musikkritiker verfasste.

Audiobeitrag

Podcast

Zum Artikel Marcel Reich-Ranicki: "Im Warschauer Ghetto war mir die Musik enorm wichtig!"

Marcel Reich-Ranicki
Ende des Audiobeitrags

Der Musikliebhaber Reich-Ranicki sprach damals über seine Lieblingskomponisten, über Johannes Brahms, Anton Bruckner und Robert Schumann. Er stellte Stücke vor, die im Warschauer Ghetto umgearbeitet wurden, weil es für bestimmte Instrumente keine Musiker mehr gab. Er präsentierte den "Marsch der Literaturkritik", Robert Schumanns "Marsch der Davidsbündler gegen die Philister". Außerdem verteidigte er den Dirigenten und "Mitläufer" Wilhelm Furtwängler sowie seine Lieblingsoper, die "Meistersinger" von Richard Wagner, gegen Vorwürfe des Antisemitismus.

2013 starb Marcel Reich-Ranicki. Zu seinem heutigen 100. Geburtstag wiederholen wir diesen "Doppelkopf" noch einmal.

Gastgeber: Ruthard Stäblein

Wiederholung eines Gesprächs aus dem Jahr 2005.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 02.06.2020, 12:05 Uhr.

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit