Eine Zeichnung kann vieles sein: eine allererste Idee, ein Kompositionsentwurf, eine Studie, Skizze, ein rascher Eindruck bis hin zu einem vollständig ausgestalteten großformatigen Kunstwerk. Kaum jemand hat eine so tiefe Kenntnis von den häufig kleinen Bildern auf Papier wie Martin Sonnabend. Als Leiter und Hüter der Grafischen Sammlung des Frankfurter Städel ist er für mehr als 100.000 Kunstwerke verantwortlich.

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Gemeinsam mit seiner Kollegin Regina Freyberger betreut er diesen größten Sammlungsbestand des Museums. Die ungeheure Fülle von Zeichnungen und Druckgrafiken muss vor dem Licht geschützt werden und ruht deshalb in Mappen und Kartons, tief unten im Depot. Die ältesten der empfindlichen Arbeiten auf Papier sind mehr als 500 Jahre alt und noch im Mittelalter entstanden. Kunsthistorisch anspruchsvoll vereint die Sammlung dann Arbeiten von allen wichtigen europäischen Schulen der Malerei und den bedeutendsten Künstlern.

Martin Sonnabend erzählt kenntnisreich und anschaulich von den Anfängen der Sammlungstätigkeit noch unter dem Gründer Johann Friedrich Städel, taucht tief ein in die Bildwelt von Michelangelo und zeigt, welche Geschichten scheinbar zusammenhangsloses Gekritzel von Raffael dem aufmerksamen Auge erzählen kann.

Gastgeberin: Stefanie Blumenbecker

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 16.07.2020, 12:05 Uhr.

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