Seit 2014 leitet Peter Wollny die Stiftung Bach-Archiv Leipzig. An Johann Sebastian Bachs 270. Todestag erzählt er, wie spannend Forschung über ein vermeintlich allbekanntes Thema immer noch sein kann.

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Es ist schon ein einzigartiges Ensemble, der Leipziger Thomaskirchhof. Wo man hinblickt: Bach. Die Kirche, das Denkmal, Cafés, ein Souvenirshop – alles im Zeichen Johann Sebastian Bachs, der hier die letzten 27 Jahre seines arbeitsreichen Lebens verbrachte. Die alte Thomasschule, Bachs eigentlichen Wohnort, hat man im Jahre 1900 recht gedankenlos abgerissen. Seit knapp 30 Jahren aber residiert, der Kirche gegenüber, im sogenannten "Bose-Haus", das Bach-Museum und jene Institution, die es trägt: die Stiftung Bach-Archiv Leipzig.

Das Archiv ist nicht nur der wichtigste Ort, an dem über Leben und Werk des Thomaskantors geforscht wird; es veranstaltet jährlich auch das große und weltweit beachtete Bachfest Leipzig. Die Schwerpunkte der Forschung haben sich verlagert, vor allem geraten Bachs Umgebung, seine Familie, insbesondere die komponierenden Söhne, und die Rezeption seiner Werke in den Fokus. Von vielen scheinbaren Gewissheiten muss seither Abschied genommen werden, was auch daran liegt, dass nach dem Ende der DDR viele mitteldeutsche Archive, vor allem die kirchlichen, wieder zugänglich wurden und neue, oft überraschende Erkenntnisse lieferten.

Gastgeber: Andreas Bomba

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 28.07.2020, 12:05 Uhr.

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