Sr. Philippa Rath lebt seit 30 Jahren in der Benediktinerinnenabtei St. Hildegard im Rheingau. Sie liefert ein besonders lebendiges Beispiel dafür, dass man in einem Kloster keineswegs weltfremd werden muss. Eine ihrer zahlreichen Engagements ist der Einsatz für gleiche Rechte von Frauen und Männern in der katholischen Kirche.

Audiobeitrag

Podcast

Zum Artikel Schwester Philippa Rath spricht über ihre zahlreichen Engagements.

Podcast Doppelkopf
Ende des Audiobeitrags

Als Presse- und Öffentlichkeitsbeauftragte des Klosters gehört sie zu den wichtigen Stimmen im derzeitigen Reformprozess der katholischen Kirche. Ihr spürbares Selbstbewusstsein als Ordensfrau hat einen Hintergrund. Denn in den Frauenklöstern gibt es eine lange Tradition von weiblicher Selbstverwaltung und Leitungskompetenz. Viele Jahre war Sr. Philippa selbst Cellerarin, also Wirtschaftsleiterin, und damit für die Betriebe des Klosters verantwortlich, unter anderem für das Klosterweingut der Abtei.

Selbstbewusstsein und Furchtlosigkeit vor kirchlichen Thronen zeichnete auch die Gründerin des Klosters, die heilige Hildegard von Bingen, aus. Sie erlebt aufgrund ihrer ganzheitlichen Weltsicht in unserer Zeit eine große Renaissance. Ihr Erbe, das das Kloster pflegt, findet heute viel Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt gestützt durch die "Klosterstiftung Sankt Hildegard", deren Stiftungsvorstand Sr. Philippa ist. Vor ihrem Klostereintritt arbeitete Sr. Philippa einige Jahre als Journalistin und im Verlagswesen. Dass sie im Kloster einmal an diese Medientätigkeit würde anknüpfen können, hätte sie beim Eintritt ins Kloster Eibingen selbst nie erwartet …

Gastgeber: Klaus Hofmeister

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 21.01.2020, 12:05 Uhr.

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit