"Wer an einen Gott glaubt, der eine frauenfeindliche, männerdominierte und zölibatäre Hierarchie gewollt haben soll, der kann genauso gut an den Osterhasen glauben". Für den Pfarrer Stefan Jürgens ist die Katholische Kirche eine Institution, die sich durch ihre Hierarchie selbst lähmt, die am Klerikalismus erstickt, die an einer Sprache festhält, die keiner mehr versteht, die Frauen, Homosexuelle und geschiedene Wiederverheiratete diskriminiert.

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All das beschreibt Jürgens – so pointiert und provokant wie kaum ein Amtsträger vor ihm, und zugleich verrät er, weshalb er noch immer in dieser Kirche ist. Was sich ändern muss und wie es aufwärtsgehen kann. So schmerzhaft Jürgens‘ Analyse ist, so hilfreich sind seine Vorschläge. Für ihn steht fest: Entweder es ist Schluss mit der Heuchelei, oder es ist Schluss mit der Kirche.

Stefan Jürgens, geb. 1968, war zunächst Diakon und Kaplan, dann Jugendseelsorger und BDKJ-Präses, ab 2002 Geistlicher Rektor einer katholischen Akademie und Leiter eines Exerzitien-Hauses. Er sorgte mit dem Internet-Blog "Der Landpfarrer" für Aufmerksamkeit und ist immer wieder mit Interviews und Veröffentlichungen in den Medien präsent.

Von 2016 bis Ende 2019 war Stefan Jürgens Pfarrer der Kirchengemeinde Heilig Kreuz in Münster. Seit Anfang des Jahres leitet er eine Pfarrei in Ahaus.

Im "hr2-Doppelkopf" nimmt der "Anti-Heuchler" kein Blatt vor den Mund und benennt, was vielen katholischen Christen in der Seele brennt.

Gastgeberin: Karin Röder

Weitere Informationen

Buchhinweis:

Stefan Jürgens: "Ausgeheuchelt! So geht es aufwärts mit der Kirche", Herder 2019, Preis: 20,- Euro

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Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 14.02.2020, 12:05 Uhr.

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