Der 16. Oktober 1894 war ein großer Tag für Wiesbaden. Anlass war die Eröffnung des neuen Theaterbaus. Volker Milch, seit über dreißig Jahren Musikkritiker und Kulturredakteur des "Wiesbadener Kurier", entwirft ein individuelles Porträt dieser Institution, das im Kulturleben Wiesbadens und der Region immer eine besondere Rolle spielte.

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Zur Eröffnung des neuen Theaterbaus, von den Architekten in zuckersüßes Rokoko-Gold und –Rot getaucht, mit Stuck und Schnörkeln versehen, war auch Kaiser Wilhelm II. angereist, nebst Entourage, die Obersten und Generäle trugen schwer an ihren Orden und Auszeichnungen, während die Damen angewiesen waren, Dekolleté zu tragen.

Als 1919, unmittelbar nach Ende der Kaiserzeit und des ersten Weltkrieges, der 25. Geburtstag anstand, beherbergte das Haus kein "Neues königliches Hoftheater" mehr, sondern ein Preußisches Staatstheater. 1932 in die Obhut der Stadt gegeben, hieß es nun Nassauisches Landestheater, bis die Aufwertung Wiesbadens zur Landeshauptstadt des neuen Bundeslandes Hessen das "Hessische Staatstheater Wiesbaden" entstehen ließ.

Moderne Musik und Kunst müssen hier oft in produktiven Kontrast zu den historisierenden Räumlichkeiten treten. Geblieben aus der Kaiserzeit sind auch die Internationalen Maifestspiele, die von den Nachkriegsintendanten, von Claus Helmut Drese bis aktuell Uwe Eric Laufenberg, sehr unterschiedlich programmiert und ausgestaltet werden.

Im "hr2-Doppelkopf" mit Volker Milch entsteht heute ein individuelles Porträt dieser Institution, die im Kulturleben Wiesbadens und der Region immer eine besondere Rolle spielte, mit und ohne Kaiser.

Gastgeber: Andreas Bomba

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 16.10.2019, 12:05 Uhr.

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