Volker Roelcke ist Medizinhistoriker an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Ein Schwerpunktthema seiner Forschungen ist die Medizin in der Zeit des Nationalsozialismus und die Tätigkeit von Medizinern, die auch nach dem Krieg bis in die Mitte der 1970er Jahre Menschenversuche gemacht haben.

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Zum Artikel Der Medizinhistoriker Volker Roelcke spricht über sein Anliegen, den Patienten in seiner Individualität wahrzunehmen.

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Er arbeitet gerade in einer Studie die Geschehnisse in der Tuberkuloseheilanstalt Mammolshöhe in Königstein auf. Dort starben vor rund 70 Jahren mindestens vier Kinder bei Medikamententests. Roelcke untersuchte auch Eingriffe am menschlichen Hirn in einem Kinderheim in Schwalmstadt-Treysa in Nordhessen.

Eines seiner Hauptanliegen ist es, dass Mediziner nicht nur auf Laborwerte schauen, sondern den Patienten in seiner Individualität wahrnehmen. Er möchte, dass seine Kolleginnen und Kollegen den ganzen Menschen mit seinem seelischen Innenleben, seinen sozialen Beziehungen, seiner Biografie und seinem Eingebundensein in Kultur und Gesellschaft in den Blick nehmen.

Gastgeberin: Andrea Seeger

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Buchhinweis:

Volker Roelcke: "Vom Menschen in der Medizin. Für eine kulturwissenschaftlich kompetente Heilkunde", Psychosozial-Verlag 2017, Preis: 22,90 Euro

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Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 16.06.2020, 12:05 Uhr.

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