Man nannte ihn auch schon "Eisberg in der Wohlfühlzone", den Berliner Professor für Soziologie, Ruud Koopmans. Weil er mit nüchternen empirischen Untersuchungen zu dem Ergebnis kommt, dass z.B. Multikulturalismus nicht unbedingt eine gute Idee ist. Oder dass die Migrationsforschung die bestehenden Probleme mit Migration teilweise schönredet.

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Zum Artikel Der Sozialwissenschaftler Ruud Koopmans erzählt, welche Reaktionen er mit seinen Thesen auslöst.

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Damit hat er hitzige Debatten entzündet. Und auch sein neues Buch "Das verfallene Haus des Islam" gibt Anlass zu Diskussionen. Darin vertritt der gebürtige Niederländer, der am Wissenschaftszentrum Berlin Direktor der Abteilung Migration, Integration und Transnationalisierung ist, die These, dass es der "fundamentalistische Islam" sei, weshalb viele muslimisch geprägte Länder bei Demokratie und Menschenrechten hinterher hinken. Es sei deshalb wichtig, reformorientierte, liberale  Muslime in Deutschland und in islamischen Ländern zu unterstützen. Sie hätten es nämlich bislang nicht leicht, weil sie auch in Deutschland von den großen etablierten islamischen Verbänden bekämpft würden.

Im "hr2-Doppelkopf" spricht Ruud Koopmans über sein Buch, darüber, welche Reaktionen er mit seinen Thesen auslöst und wie er als Kind mit einer christlichen Form des Fundamentalismus konfrontiert war.

Gastgeberin: Ingeborg Breuer

Weitere Informationen

Buchhinweis:

Ruud Koopmans: "Das verfallene Haus des Islam. Die religiösen Ursachen von Unfreiheit, Stagnation und Gewalt", C.H. Beck 2020, Preis: 22,- Euro

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Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 18.05.2020, 12:05 Uhr.

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