Er kennt die Radiogeschichte wie kein zweiter - fast 42 Jahre lang hat Hans Sarkowicz das Kulturradio im hessischen Rundfunk geprägt. Mit einem Auge für die wichtigen Themen der Zeit wie die Aufarbeitung des Nationalsozialismus ebenso wie für verborgene und zu Unrecht vergessene Stimmen, die er im Radio wieder zu Gehör brachte.

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"Das Radio war für mich das Mittel zur Welt." | Hans Sarkowicz über Radiogeschichte(n)

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Tief in den Archiven des Rundfunks finden sich Aufnahmen aus den Anfangsjahren des Radios - große historischen Reden, aber auch Kurioses aus Kunst, Kultur und Kabarett, in denen mit den Möglichkeiten des neuen Mediums experimentiert wurde. Für sein aktuelles Projekt "Jahrhundertstimmen" ist Hans Sarkowicz in die Archive eingetaucht und zeichnet ein eindrückliches Panorama der deutschen Geschichte in historischen Tondokumenten. Die Stimmen der Überlebenden der Nazi-Diktatur vor dem Vergessen zu bewahren ist dabei ein Thema, das ihm seit seinen Studienzeiten im Frankfurt der 1970er Jahre am Herzen liegt.

Darüber spricht er im Doppelkopf in hr2-kultur - aber auch darüber, wie seine Liebe zur hessischen Literatur ihn auf die Spuren von Grimmelshausen und den bisher nur wenig bekannten Grimm-Brüdern Ludwig Emil und Ferdinand führte, und wie ihm das Radio in seiner Geburtsstadt Gelnhausen zum Fenster zur Welt wurde.

Gastgeber: Niklas Vogel

Musikinhalt dieser Sendung:
Dieter Süverkrüp: Kirschen auf Sahne
Joachim Held: Courrente blanche et bleue
Amy Macdonald: This Is The Life

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 21.04.2022, 12:05 Uhr.