Alix Puhl engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Frankfurter Stadtgesellschaft. Sie war ein paar Jahre Vorsitzende des Stadtelternbeirates, seit 2020 entwickelt sie Konzepte für die Suizidprävention bei Kindern und Jugendlichen. Das hat einen persönlichen Grund: Ihr zweitältester Sohn Emil hat sich im Alter von 16 Jahren das Leben genommen.

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"Wir wissen viel zu wenig über psychische Erkrankungen." | Alix Puhl über das Tabuthema Suizid

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Sehr viele Menschen haben danach bei Puhls zu Hause auf dem Sofa gesessen und ihre eigene Geschichte von Suizid oder Suizid-Versuchen in der Familie, Depression und anderen seelischen Erkrankungen erzählt. Das Thema ist mit einem Tabu behaftet. Alix Puhl tut viel dafür, dass es aus dieser Ecke herauskommt.

Schon vor einigen Jahren hat Alix Puhl zusammen mit ihrem Mann Oliver die "Puhl Foundation" gegründet. Neben der Förderung junger Künstler will die Stiftung helfen, psychische Erkrankungen früh zu erkennen und Suizide zu verhindern.

2021 hat die Stiftung gemeinsam mit dem Stadtschülerrat den 1. Frankfurter Schulsuizidpräventionstag veranstaltet. Und in diesem ein gemeinnütziges Sozialunternehmen gegründet mit dem Namen Tomoni Mental Health. "Tomoni" bedeutet auf Japanisch "zusammen Zu den Zielen gehört es, Lehrer und Eltern zum Thema psychische Krankheiten fortzubilden und ihnen beizustehen".

Gastgeberin: Andrea Seeger

Musiktitel dieser Sendung:
- Hilary Summer: So Long and Thanks for All The Fish
- Simon & Garfunkel: The Sound of Silence
- Queen: Don't Stop Me Now

Wiederholung eines Gesprächs vom November 2021.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 19.07.2022, 12:00 Uhr.

Hilfe bei Suizidgedanken

Suizidgedanken sind häufig eine Folge psychischer Erkrankungen. Letztere können mit professioneller Hilfe gelindert und auch geheilt werden. Hier finden Sie Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige.

Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenfrei und anonym erreichbar unter der bundeseinheitlichen Telefonnummer: 0800 - 111 0 111 oder 0800 - 111 0 222.

Um die Anonymität der Anrufer zu wahren, ist die Übermittlung der Rufnummer gesperrt und wird somit in keinem Display der Telefonseelsorge angezeigt. Anrufe bei der Telefonseelsorge werden auch im Einzelverbindungsnachweis nicht aufgeführt.

Auch im Internet kann die Telefonseelsorge kontaktiert werden unter: telefonseelsorge.de

Weitere Informationen zu Hilfsangeboten - beispielsweise Selbsthilfegruppen - finden sich auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention: suizidprophylaxe.de