Die Berliner Schriftstellerin Anne Stern ist fasziniert von den 1920er und 1930er Jahren. Ihre Heldinnen müssen sich in dieser gar nicht so goldenen Zeit durchschlagen. Mit ihren Büchern rund um die Protagonistin Hulda Gold, einer jungen, talentierten Hebamme, landet sie regelmäßig auf den Bestsellerlisten.

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"Lotte Laserstein war eine richtige Institution in Berlin" | Anne Stern beschreibt das Leben der großen Künstlerin

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Fräulein Gold kümmert sich um die Leute im armen Berliner Bülowbogen. Es gibt nicht genug zu essen, die Menschen haben kaum Geld, die beginnende Inflation verschärft die Lage. Hulda ist bekannt und beliebt, dann und wann betritt sie auch die Häuser der Reichen, der Unterschied ist krass. Stern zeichnet ein Bild der Zeit, für Spannung sorgt stets ein Kriminalfall.

Auf den hat sie in ihrem neuen Werk „Meine Freundin Lotte“ jedoch verzichtet. Anne Stern beschreibt in diesem Roman das Leben der großen Künstlerin Lotte Laserstein, geboren 1898, und die Freundschaft zu ihrem Lieblingsmodell Traute Rose. Laserstein war eine der wenigen Frauen, die in den 1920er Jahren an der Kunstakademie Berlin studieren konnte. Als Jüdin musste sie vor den Nazis flüchten und fand im schwedischen Kalmar eine neue Bleibe. Der Weg zur großen Karriere war damit zu Ende. Mit ihrem Buch hat die Berliner Schriftstellerin Anne Stern Leben und Werk der Künstlerin Lotte Laserstein einem größeren Publikum bekannt gemacht.

Gastgeberin: Andrea Seeger

Musiktitel dieser Sendung:
- Wir sind Helden: Wenn es passiert
- Gry (with FM Einheit and his Orchestra): Princess Crocodile
- Michael Nyman: The Promise

Weitere Informationen

Buchtipp:

Anne Stern: "Meine Freundin Lotte", Kindler 2021, Preis: 22,- Euro

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Wiederholung eines Gesprächs vom November 2021.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 19.08.2022, 12:00 Uhr.