"Wie kriegt man als Frau die Verrenkung hin, Rap zu lieben und sich dabei permanent beleidigen zu lassen?" Diese Frage macht Antonia Baum zum Ausgangspunkt ihres neuen Buches. Die Schriftstellerin, ZEIT-Autorin und Zeitdiagnostikerin schreibt darin über ihre Schwäche für den Rapper Eminem, obwohl der doch misogynes und homophobes Zeug rappt und damit als Weißer Erfolg hat - in einem eigentlich schwarzen Genre.

"Ich denke feministisch, ich bin Schriftstellerin, und ich komme von Eminem", schreibt Antonia Baum und konfrontiert sich und uns mit den zahlreichen Widersprüchen, die das so mit sich bringt. Nicht frei von Widersprüchen verläuft auch das Leben als junge Mutter, von dem Baum in ihrem Essay "Stillleben" schreibt. Jede Menge Widerspruch bekam die Autorin vor einigen Jahren auch für ihre literarische Hassrede auf den Odenwald. Heute empfiehlt sie dieselbe Region als Ausflugsziel. Immer diese Widersprüche.

Gastgeber: Klaus Walter

Hier finden Sie den "Doppelkopf" als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 15.04.2021, 12:05 Uhr.

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